Das ist Wüste

Um das Lesen dieses Artikels authentischer zu gestalten, empfiehlt es sich, die Heizung aufzudrehen und sich mit einem Gemisch aus Sand und Sonnencreme einzureiben. Dazu sollte 30 Grad warmes Wasser genossen werden. Weiter wird geraten, die Fotos auf einem Gerät zu betrachten, das Brauntöne besonders gut zur Geltung bringt. Startklar?

Als ich mich im Hostel in Isfahan ausgecheckt und den Pass zurückbekommen hatte, denn diesen muss man im Iran beim Check-in abgeben, wollte der Rezeptionist wissen, wohin es denn als nächstes gehen soll. So erzählte ich ihm, dass ich über eine kleine Strasse nach Yazd fahren wolle. Hätte ich das Wort "klein" weggelassen, wäre meinem Plan nichts mehr im Wege gestanden. Doch so folgte eine 5-minütige Predigt über wilde Tiere, verlassene Dörfer, nicht asphaltierte Strassen und fehlendes Trinkwasser. Ich müsse unbedingt die Hauptstrasse nehmen. Und ja, diese habe einen Pannenstreifen. Weil ich bisher noch keine Erfahrungen mit Wüsten hatte, entschied ich mich schlussendlich diesem Rat zu folgen. So kam es, dass ich die nächsten drei Tage die Strasse mit viiielen Lastwagen teilte. Der Pannenstreifen verschwand irgendwann natürlich auch, weshalb ich schon bald die Hälfte der Zeit in den Rückspiegel schauen durfte. Denn auch wenn die Strasse zwei Spuren pro Richtung hatte, kam es so einige Male vor, dass ein Bus einen Lastwagen überholte und es dann plötzlich keinen Platz mehr für mich auf der Strasse hatte und ich diese unter lautem Gehupe verlassen durfte. Etwas später erfuhr ich dann noch, dass ich auf der kleineren Strasse auf schöne Sanddünen gestossen wäre. Und nochmals später erfuhr ich von anderen Radfahrern, dass die kleinere Strasse für sie überhaupt kein Problem gewesen sei. So bestätigte sich, was ich bereits vermutetet hatte: Trau keinem Iraner, was Wegempfehlungen betrifft. Denn bereits zuvor wollten mich Iraner vollen Ernstes auf die Autobahn schicken. So gut sie es mit dir meinen, die Leute haben einen blinden Fleck, was den Verkehr angeht - denn dieser ist mit Abstand die grösste Gefahr für Radreisende im Iran.

Genug gelästert. Nachdem ich Isfahan verliess, wurde die Landschaft immer karger. Dazu stieg auch die Temperatur, erst auf 45°C und dann kurz vor Yazd bis auf 49°C in der Sonne - zumindest laut meinem Fahrradcomputer, dem ich jedoch noch immer nicht völlig trauen will. Einigen wir uns doch einfach darauf, dass es heiss war. Bei diesen Temperaturen war dann auch der Wind nicht mehr abkühlend, sondern heizte zusätzlich ein. Das kann man sich so ein bisschen wie in der Sauna vorstellen, in welcher der Saunameister die heisse Luft mit einem Tuch in deine Richtung schleudert - wobei der Saunameister der Wüste natürlich erst am späten Nachmittag Feierabend hat. Weil die Hitze jedoch trocken war, es leicht bergab ging und ich oft etwas Rückenwind hatte, war die Situation trotzdem ziemlich erträglich. Etwas eintönig wurde es mit der Zeit aber schon. Es gibt sicherlich schöne Orte in der Wüste, aber die meiste Zeit trifft es der Name mit "wüst" schon sehr treffend. Als ich dann das erste Dromedar-Warnschild sah, dachte ich mir nur so: "Das ist bestimmt wie mit den Rehen in der Schweiz. Auf tausend Schilder folgt eine Sichtung." Doch keine Stunde später sah ich tatsächlich eine Dromedar-Familie auf der anderen Strassenseite stehen, was abgesehen von mir jedoch niemanden zu verwundern schien. Für mich hingegen war das ein wunderbarer Moment. Tot ist die Wüste halt doch nicht.

Auf dieser Strecke begann auch der Fastenmonat Ramadan, bei dem von 4 Uhr morgens bis 20 Uhr abends nichts gegessen und getrunken werden darf. Ramadan ist ein Monat im islamischen Mondkalender, der jedes Jahr elf Tage früher beginnt. Folglich findet er erst nach 36 Jahren wieder zum gleichen Zeitpunkt statt. Der Grund, weshalb Muslime während dieser Zeit fasten, ist weil der Engel Gabriel Mohammed in diesem Monat den Koran offenbart haben soll. Touristen seien zwar vom Fasten ausgenommen, aber man solle sich trotzdem nicht in der Öffentlichkeit verpflegen, habe ich irgendwo gelesen. So suchte ich für meine erste Mahlzeit einen schlecht sichtbaren Platz in einem Park auf und selbst dort fühlte ich mich nur begrenzt wohl. Diese Vorsicht erwies sich jedoch in den nächsten Tagen als unnötig. Zuerst einmal stellte ich verdutzt fest, dass erstaunlich wenig Leute überhaupt fasteten. Einmal war ich beispielsweise bei einer Familie zur Übernachtung auf dem Dach eingeladen. Als sie dann am Morgen ein Frühstück verspeisten und ich sie fragte, ob sie denn nicht fasteten, hiess es sinngemäss, dass das zu Hause doch kein Thema sei. Auch in der Öffentlichkeit erwischte ich immer wieder Leute beim Trinken oder Rauchen, die dabei überhaupt keine Notwendigkeit sahen, dies irgendwie zu verstecken. Ich liess mir dann auch erklären, dass man das Fasten abbrechen kann, wenn man nicht mehr "kann" und dass es Ausnahmen für Leute gibt, die reisen und erst nach dem Mittag nach Hause kommen. Wie dem auch sei, schon bald ass und trank ich wie bisher. Beklagt hat sich nie jemand darüber.

Im Iran zeigten immer wieder Leute grosses Interesse an meinem Fahrrad. Manchmal stand eine ganze Gruppe von Leuten um mein Velo, zählten die Zahnräder, testeten die Hupe und die Bremsen, kommentierten mit "very good" und rätselten wie denn das Licht funktioniere, bis ich ihnen dann den Nabendynamo demonstrierte - worauf oft ein erstauntes Aaah durch die Runde ging. Etwas weniger angenehm wurde es, wenn sie den Preis wissen wollten. Meist antwortete ich ausweichend, was aber nicht immer hingenommen wurde. Ich fand es auf jeden Fall unangenehm, jemandem, der mich zudem meist gerade eingeladen hat, einen Preis zu nennen, der mindestens seinem Halbjahreseinkommen entsprach.

Viele Iraner leben sehr einfach, wenn auch nicht in Armut. Die hohe Jugendarbeitslosigkeit wird entschärft indem die Kinder oft bis 30 Jahren bei ihren Eltern wohnen. Auf dem Land wird meist direkt auf dem Teppich oder auf einer dicken Decke im Wohnzimmer geschlafen. Bei Einladungen durfte eine solche Deckenmatratze so einige Male ausprobieren und jeden Morgen beklagte sich mein Körper darüber. Badezimmer oder Duschen gibt es längst nicht in jedem Zuhause. Stattdessen steht ein Brunnen im Hof, bei dem am Morgen das Gesicht gewaschen wird. Wie und wie oft der ganze Körper gewaschen wird, habe ich jedoch nicht herausgefunden. Abgesehen von einigen Hotels, gibt es praktisch ausschliesslich Plumpsklos. Wenn man Pech hat, steht daneben ein Wasserkrug. Wenn man Glück hat, hat es einen Schlauch, womit man sich das Hintern putzen kann.

Kurz bevor ich in Yazd ankam, erfuhr ich durch einen Zufall von zwei Schweizer Radlern, die gerade in Yazd verweilten. Weil sie in die andere Richtung unterwegs waren, konnten wir zwar nicht zusammen weiterreisen, aber verbrachten zumindest zwei nette Abende zusammen. Yazd ist eine Stadt mitten in der Wüste, die mich aus zwei Gründen faszinierte. Erstens fand ich es interessant zu lernen, wie die Leute früher mit all den Problemen umgingen, welche eine Wüste so mit sich bringt. Überall in der Stadt sieht man die sogenannten Windtürme, welche den Wind in den Wohnbereich der Häuser umleitet und dabei befeuchtet. Dazu kommen Räume mit verschieden geformten Dächern, die zumindest früher in jeweils nur einer Jahreszeit bewohnt wurden. Was das mit der Dächern zu tun hat? Nun, je nach Form absorbieren diese mehr oder weniger Sonnenlicht, wodurch sie in unterschiedlichen Zeiten die ideale Temperatur aufweisen. Dazu kommen Wasserreservoire, die ebenfalls mit Windtürmen gekühlt wurden. Richtig überraschend war das Eishaus in Meybod, einer Stadt in der Nähe von Yazd. Durch diese Stadt verlief einmal ein Zweig der Seidenstrasse. Um den Karawanen auch im Sommer gewissen Komfort bieten zu können, wurde im Winter durch die Nacht Wasser gefroren und dieses dann so im Eishaus eingelagert, dass es bis zu fünf Monaten in den Sommer hinein überstand. Ob damit Mochito oder Eistee angerichtet wurde, ist unter Historikern umstritten. Der andere Grund, welcher Yazd für mich besonders interessant machte, war die Religion der Zoroastrier, welche in Yazd stark zur Geltung kommt. Bevor der Iran von den Arabern islamisiert wurde, war der Zoroastrismus die vorherrschende Religion im Lande. Diese ist deutlich älter als das Christentum und folglich auch dem Islam und weist viele Parallelen zu diesen auf: Monotheismus, Teufel, Schöpfung, Messias, letztes Gericht, Auferstehung, Himmel und Hölle usw. Im Iran, aber auch in Indien, wohin viele Zoroastrier geflüchtet sind, gibt es noch heute Anhänger dieser Religion. Nebenbei habe ich endlich auch herausgefunden, wie es eigentlich zu den Minaretten kam. Diese gab es bereits vor dem Islam und dienten damals Leuchttürme für die Karawanen.

In Yazd entschloss ich mich, so richtig in die Wüste Dasht-e Kavir vorzudringen. Dieses Mal informierte ich mich etwas genauer über die Route und als mich der Rezeptionist von meinem Vorhaben abhalten wollte, indem er mich vor 500 km Leere ohne Dörfer und Tankstellen warnte, liess ich mich nicht mehr beirren. Er versuchte es dann noch damit, dass ich manchmal während 20 Minuten auf kein Auto treffen würde, aber damit hatte er leider weder Recht noch hätte das eine abschreckende Wirkung gehabt. Um auf Nummer sicher zu gehen, füllte ich meine beiden Wasserbeutel und machte mich mit 14 Litern Wasser auf den Weg in das bisher unbesideltste Gebiet meiner Reise. Schon am ersten Tag wurde mir klar, dass sich diese Fahrt grundsätzlich von meiner bisherigen Wüstenerfahrungen unterscheiden sollte. Bei konstantem Gegenwind ging es leicht aufwärts, wobei sich die zusätzlichen zehn Kilo an Wasser und Lebensmitteln deutlich bemerkbar machten. Glaub mir, in der Hitze ist das eine Nummer für sich. Bereits nach kurzer Zeit fragte ich mich, weshalb noch niemand auf die Idee gekommen ist, solarbetriebene Getränke- oder Softice-Automaten an einem der vielen "Rastplätzen" entlang der Strasse aufzustellen. Bei all den Lastwagenfahrern, die dort ihre Mittagspause verbringen, müsste sich so was doch rentieren, oder? Am späten Nachmittag erreichte ich dann das erste Dorf, was sogleich mit 1,5 Litern kühlem Süssgetränk und einer Glace gefeiert wurde. Um der Nachmittagshitze auszuweichen, stand ich am nächsten Tag um halb fünf auf und fuhr der aufgehenden Sonne entgegen. Weil der Wind schwächer war, kam ich gut voran und als ich das nächste Dorf noch vor Mittag erreichte, entschied ich mich nach einer Pause bis zum nächsten Dorf weiterzufahren. Wie könnte es auch anders sein, legte kurz darauf der Wind wieder zu. Zuerst klebten meine Lippen zusammen, dann die Lippen an meinem Zähnen. Ich hatte die Sonne praktisch senkrecht über mir und wenn ich mal wieder anhielt, brannte diese unangenehm auf meine Füsse. Dazu kam ein komisches Gefühl in meinem Magen, das wohl von den unzähligen Litern Wasser stammte, die ich an diesem und dem Vortrag getrunken hatte.

Irgendwann wurde es sandiger, womit der hartnäckige Wind noch einmal mühsamer wurde. Denn nun musste ich bei jeder Böe aufpassen, dass ich keinen Sand in meine Augen abbekam. Auch die Sandwirbel, die über die Ebene zogen, wurden häufiger. Inzwischen war ich so weit in die Wüste vorgedrungen, dass sich auch immer mehr Auto- und Lastwagenfahrer mir erbarmten und mich immer wieder mit kühlem Wasser oder Früchten versorgten. Nur Schatten blieb konstante Mangelware.

Palmen in Sicht! Nach 160 Kilometern hatte ich die bisher längste Wüstenstrecke ohne Zivilisation überstanden. Natürlich gab es gleich beim ersten Minimarkt wieder ein Eis, was aber wohl ein Fehler war. Denn kurz darauf begann sich mein Magen zu beschweren und ich schaffte es gerade noch rechtzeitig hinter die Büsche. Als ich dann weiterfuhr, verschlimmerte sich mein Zustand und so fragte ich die erstbeste Person nach einer Toilette. Der Mann forderte mich auf, auf sein Motorrad aufzusteigen und so ging es in flottem Tempo über eine holprige Strasse. Nach dem Absteigen war mir schwindelig und ich stand nur noch unsicher auf den Füssen. Was ich da genau durchmachte, weiss ich bis heute nicht. Bevor ich die Stadt erreichte, fühlte ich mich eigentlich ganz gut. Ich musste weder Erbrechen noch hatte ich richtigen Durchfall. Vermutlich war es eine Kombination aus Hitze und extremer Ernährung. Denn so viel wie an diesen Tagen habe ich noch nie getrunken. Auf jeden Fall brachte mich der Mann dann in eine Halle, in der ich eine längere Pause einlegte und mich ausruhte.

An diesem Nachmittag erfuhr ich endlich von meiner Reiseagentur, dass mein Antrag auf ein Touristenvisum für Turkmenistan akzeptiert wurde. Das hiess für mich, dass ich die restliche Wüste bis Mashhad mit dem Zug durchqueren würde, weil ich ansonsten nicht mehr rechtzeitig an die Grenze gekommen wäre. Ich fuhr dann an den Bahnhof, wo man mir versicherte, dass der Zug noch Platz habe, ich aber noch bis 19 Uhr warten müsse, um ein Ticket zu kaufen. So durfte ich vorerst die Mitarbeiterdusche verwenden um mir den Wüstensand abzuwaschen und meine Wäsche zu machen. Kurz gab es noch einige Zweifel, ob ich überhaupt das Fahrrad in den Zug nehmen darf, aber das war dann schlussendlich kein Problem und mein Fahrrad bekam ohne Preisaufschlag ein eigenes Abteil. Bereits kurz nachdem der Zug abgefahren war, hielt er auch schon wieder. Als ich mich erkundigte, was denn los sei, hiess es, dass wir gerade einen 20-minütigen Gebetsstopp machen. Dieser wurde von den meisten jedoch dazu verwendet, sich in der kühlen Abendluft zu erfrischen - denn der Zug, welcher der ganze Tag in der Wüstensonne stand, hatte auch in der ersten Klasse keine Klimaanlage. Kurz darauf wurde ich in ein anderes Abteil zum Essen eingeladen. Saeed, der Man der mir das Essen spendierte, erkundigte sich, wo ich die restliche Nacht verbringen würde, denn der Zug würde mitten in der Nacht in Masshad ankommen. Mein Plan wäre es gewesen, irgendwo im Bahnhof zu übernachten, aber für Saeed war der Fall klar: Ich würde bei ihm übernachten. Viele ta-tag, ta-tag, ta-tag später wurde ich dann vom Schaffner aus dem unruhigen Schlaf gerissen. Weil Saeed an seinem Plan festhielt und mein Velo mit einem Taxi zu seiner Wohnung befördern wollte, folgte ich ihm zum Taxistand. Ich war zu müde um gross Widerstand zu leisten, als mein Velo mit Seilen und Gummizügen in den viel zu kleinen Kofferraum verpackt wurde. Das Vorderrad baumelte dabei auf der Seite raus und ich sah vor meinem inneren Auge bereits, wie der Taxifahrer damit andere Autos streifen würde. Dazu kam es dann aber nicht. Bei Saeed angekommen war ich erst einmal überrascht, wie modern die Wohnung eingerichtet war. Der breite Kühlschrank mit Eisspender und die Möbel machten einen sehr amerikanischen Eindruck. Am Morgen gingen wir dann gemeinsam bei einer Behörde vorbei und anschliessend kurz in sein Büro. So richtig verstanden habe ich nicht, was eigentlich sein Job war. Auf jeden Fall sagte er wegen mir sein Meeting ab und so ging es anschliessend kurz beim Imam-Reza-Schrein vorbei, der jährlich von bis zu 20 Millionen Leuten besucht wird. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass es Saeed lieber gewesen wäre, wenn ich gar nicht auf das Angebot eingestiegen wäre, denn mehr als 15 Minuten haben wir dort nicht verbracht und das obwohl die Anlage riesig ist. Darauf ging es zu seinem Garten, der ausserhalb der Stadt liegt, wo wir einen Freund von ihm trafen. Dieser war gerade daran, irgendetwas mit einer selbstgebastelten Wasserpfeife zu rauchen und natürlich wurde ich auch gleich aufgefordert, ein paar Züge zu nehmen. Dem kam ich dann auch nach, aber so richtig geheuer war mir das Ding nicht und so war ich froh, als man akzeptierte, dass ich genug davon hatte. Stolz wurde mir auch eine Flasche Wein und Wodka präsentiert, aber diese blieben verschlossen. Nach einem ausgiebigen und wirklich guten Mittagessen zurück bei Saeed zu Hause verabschiedete ich mich und machte mich auf in Richtung Grenzübergang.

Die Gastfreundschaft im Iran ist einfach grossartig. Nach einigen Wochen fühlte ich mich schon fast schuldig, wenn ich mich am Abend in der Nähe eines Dorfes aufhielt. Denn ich wusste genau, dass mich bestimmt wieder jemand einladen würde und musste mich ernsthaft fragen, ob ich damit nicht die Leute einseitig benutze. Es war auch sehr interessant, all die Widersprüche zwischen Regierung und Bevölkerung zu entdecken und festzustellen, dass viele Leute deutlich westlicher ticken, als man das vielleicht erwarten würde. Obwohl ich das Land wirklich mögen wollte, konnte es mich leider trotzdem nicht so begeistern, wie ich es mir erhofft hatte. Es kann gut sein, dass mir der Norden besser gefallen hätte. Mit einem Reisepartner wären die langen Strecken durch die Steppen und Wüste bestimmt unterhaltsamer gewesen. Unabhängig davon ist das Land aber auch einfach nicht ideal für Radtouren. Es ist oft schwierig, kleine Strassen zu finden und auf den grossen Strassen tummeln sich die Lastwagen.

Inzwischen habe ich bereits den Polizeistaat Turkmenistan durchquert und befinde mich Bukhara in Usbekistan.

Vorheriger Artikel: Der lange Weg nach Isfahan Nächster Artikel: Hallo Turkmenbashi!